Hallo zusammen,

wir sind vier Studierende aus unterschiedlichen Jahrgängen im Dualen Studium bei der Polizei NRW! Hier möchten wir euch an einigen Momenten während unserer Studienzeit teilhaben lassen.

Was wir bisher alles erlebt haben? Lest selbst!

Gruppenbild

1. Studienjahr, Februar 2019

Hallo Zusammen!

Die letzten 4 Wochen war ich zum ersten Mal im Training am LAFP in Schloß-Holte Stukenbrock. Nach 5 Monaten an der Fachhochschule konnten wir nun endlich die ersten praktischen Eindrücke aus dem polizeilichen Beruf sammeln. Am ersten Tag haben wir unsere Lehrenden kennengelernt und durften unseren Spind mit allen Uniformteilen einräumen und die Uniform gleich anbehalten. Grundsätzlich trägt man auf dem Gelände von Dienstbeginn bis Dienstende die Uniform oder Sportsachen, wenn Eingriffstechnik oder Sport auf dem Stundenplan stehen. Als Kurs ist man immer (außer beim Sport) einheitlich gekleidet. Das heißt, wir haben uns jeden Morgen abgesprochen, ob wir Rolli oder Hemd, Kurzjacke oder Anorak tragen. Den Stundenplan haben wir ebenfalls am ersten Tag bekommen. Dieser beinhaltete Sport, Eingriffstechnik, Schießen/Nicht Schießen, Fahrsicherheitstraining, Rollenspiele und vieles mehr.

Dienstbeginn war in den 4 Wochen immer gegen 7:00 und Dienstende dann um 15:30 Uhr - außer an den 3 Tagen, an denen wir Spätschicht hatten (ca. 11:00-19:30 Uhr). Mittags gab es immer eine große Pause, in der man die Gelegenheit hatte, in der Mensa zu essen. Einen Großteil der Stunden verbrachten wir mit Eingriffstechnik und Schießen/ Nicht Schießen.

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In Eingriffstechnik lernt man verschiedene Schlag- und Trittabwehrvarianten sowie Festnahmetechniken. In den ersten Stunden wurden die Grundlagen wie Stand und Positionierungen gelegt. Die folgenden Stunden wurden dann ziemlich komplex und körperlich sowie geistig anstrengend, denn man erlernt viele Abläufe, die später im Dienst abrufbar sein sollten.

Beim Schießen wurden die ersten Stunden dafür verwendet, uns erstmal mit der Pistole vertraut zu machen und diese mit ihren einzelnen Teilen genauer kennenzulernen. Dazu gehören das Auseinandernehmen und Zusammensetzen der Pistole, sowie ein vernünftiger Griff. Mein Kurs durfte schon am Ende der ersten Woche Schießen. Das erste Mal die Pistole mit einem mit Schusspatronen gefüllten Magazin in der Hand zu halten war schon ein komisches Gefühl, aber man gewöhnte sich doch relativ schnell daran. Die Lehrenden versuchten, mir die Nervosität zu nehmen, standen beim Schießen immer daneben und gaben regelmäßig Feedback. So kann man in den Pausen, in denen man nicht schießt (es schießen immer nur 2-4 Personen gleichzeitig) nochmal mit der unbrauchbaren Pistolenattrappe üben. Von Schuss zu Schuss wurde ich im Umgang mit der Pistole und dem Schießen sicherer. Manche aus meinem Kurs hatten von Anfang an keine Probleme. Andere, so auch ich, brauchten ein paar Tipps und Schüsse mehr, um sicherer zu werden. In der ersten Stunde zielten wir zum Beispiel noch aus 6m Entfernung, am Ende der 4 Wochen waren wir schon bei 12m.

So sauber wie die Pistole vor dem Schießtraining war, sollte sie danach natürlich auch wieder sein. Deswegen geht es im Anschluss immer direkt zum Reinigen. Die Pistole wird in alle Einzelteile zerlegt, und die werden dann gründlich geputzt. Wenn man die Pistole nach dem Reinigen wieder im Waffenlager abgibt, wird sie noch einmal kontrolliert.

Am Anfang war alles noch sehr neu. Ich gewöhnte mich aber schnell an das tägliche Tragen der Uniform und an die verschiedenen Lehrenden und Fächer, sodass die 4 Wochen dann doch relativ schnell umgingen. Momentan befinde ich mich wieder an der FH und werde demnächst meine Hausarbeit im Fach Psychologie schreiben. Das nächste größere Ereignis ist die Vereidigung im April. Darüber werde ich euch dann berichten.

Bis dann
Lara

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