Ein letztes Mal LAFP

Hallo zusammen,
ich befinde mich seit September im letzten Studienjahr. Los ging es mit einem siebenwöchigen Praktikum in Dortmund. Dieses Mal in der Stadt, da ich im Jahr zuvor bei der Autobahnpolizei war. Das war abwechslungsreich und die Kollegen waren alle sehr nett. Mein Tutor konnte mir viele neue Sachen beibringen und mich gut auf die Prüfung vorbereiten, die am Ende der sieben Wochen ansteht. Mein nächstes Praktikum im Wach- und Wechseldienst wird erst wieder im Mai sein…bis dahin heißt es: Nichts vergessen ;-)

Danach folgte der siebenwöchige Trainingsblock im LAFP (Landesamt für Aus- und Fortbildung und Personalangelegenheiten) in Schloss-Holte Stukenbrock. Haupthemen waren dieses Mal AMOK oder Terrorlagen sowie die Aufnahme von schwereren Verkehrsunfällen (mind. eine Person schwerverletzt) und Verkehrsunfällen mit Todesfolge. Damit wurde es richtig spannend und wir wurden gefordert. In diesem Modul hatten wir auch wieder Eingriffstechniken (ET), bei dem am Ende eine ET-Prüfung anstand, die man zum Fortführen des Studiums bestehen muss. Die Lehrenden bereiten einen gut auf diese Prüfung vor und geben einem in den sieben Wochen viele Tipps in den Trainingsstunden. Natürlich ist man am Tag der Prüfung dann doch ziemlich nervös. Genau aus diesem Grund haben meine ET-Partnerin und ich uns als erstes Team eingetragen, mit dem Hintergedanken, dass wir dann die Prüfung endlich hinter uns haben!

Und nach den sieben Wochen hieß es dann: Tschö Schloss-Holte! Dies war nämlich mein letzter LAFPs Block. Da sieht man, wie schnell tatsächlich die Zeit vergeht!

Seit Dezember bin ich für weitere sieben Wochen im K-Praktikum. In den drei Jahren des Dualen Studiums ist ein Praktikum bei der Direktion K (Kriminalität) ein verpflichtender Bestandteil. Ich bin hier in einem sogenannten Regionalkommissariat in Dortmund, dessen Hauptaufgabe in der Aktenbearbeitung besteht. Die Vorgänge, die der Wach- und Wechseldienst als Anzeige aufgenommen und gefertigt hat, werden hier mit weiteren Maßnahmen fortgeführt. Wir laden die Personen zur Vernehmung vor und leiten weitere Ermittlungen ein. Am Ende vervollständigen wir den Vorgang und übergeben ihn der Staatsanwaltschaft. Es ist natürlich eine etwas andere Arbeit als im normalen Wach- und Wechseldienst, aber auch spannend zu sehen, was mit den Vorgängen so im weiteren Verlauf passiert und wie wichtig es für mich ist, dass ich bei Einsätzen im Streifendienst möglichst alle Informationen für die Anzeigen sammle, die ich kriegen kann. Für manche Ermittlungen fahren wir auch mal raus, z.B. bei Durchsuchungsbeschlüssen oder Haftsachen. Die Hauptarbeit findet allerdings am Schreibtisch statt. Die Kollegen sind alle sehr herzlich und unterstützen mich. Vor allem in der ersten Woche braucht man öfters nochmal Hilfe, weil man die ganzen Abläufe noch nicht kennt. Aber auch das lernt man schnell! Wie im September lege ich am Ende des Praktikums eine Prüfung ab. Dies geschieht in der Form einer Aktenbearbeitung, also genau das, was ich hier auch lerne.

Nach dem K-Praktikum geht es für mich zurück an die HSPV. Ob es Online- oder Präsenzlehre sein wird, bestimmt die Corona Situation.

Bis dahin,
Lara

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