Hallo zusammen,

wir sind vier Studierende aus unterschiedlichen Jahrgängen im Dualen Studium bei der Polizei NRW! Hier möchten wir euch an einigen Momenten während unserer Studienzeit teilhaben lassen.

Was wir bisher alles erlebt haben? Lest selbst!

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4. Studienjahr, September 2018

Vernünftige Ernährung im Schichtdienst, geht das?

Das ist eine große Frage, die sich möglicherweise einige von uns stellen. Egal ob die Bewerbung bei der Polizei gerade läuft, man noch Student oder schon fertig ist. Ich bin gerade zur Polizeikommissarin ernannt worden und werde das nächste Jahr im Schichtdienst beim Polizeipräsidium Dortmund verbringen. Somit stelle ich mir diese Frage natürlich auch…

Meiner Meinung nach geht das. Und ich habe in der Überschrift extra vernünftige und nicht gesunde Ernährung geschrieben, weil ausschließlich gesund wird höchstwahrscheinlich nicht klappen. Also, warum nicht lieber die Balance zwischen Gesundem, Ungesundem und Genuss finden? Umso einfacher wird’s.

Meine Strategie hierfür ist: immer Frühstücken! Egal welche Schicht man antritt. Ob dies dann auf der Wache passiert oder vorher, jeder kann es so machen, wie er mag. Aber sollte es morgens doch mal hektisch werden hat man immer was im Magen weil du weißt nie, wann wieder Zeit zum Essen ist.

Des Weiteren, habe ich immer etwas zu trinken und kleine Snacks mit auf dem Streifenwagen. Am besten wäre natürlich Wasser oder Tee, Cola Sprite und Saft pur sind nicht die besten Durstlöscher. Als Snack empfehle ich ein oder zwei Sachen an Obst, Müsliriegel (Proteinriegel) oder einfach noch ein Brötchen vom Frühstück. Das schlimmste was passieren kann, ist während der Arbeit Hunger zu bekommen und nicht zu wissen, wann dieser gestillt wird. So ist es zumindest für mich und jeder der Hungert und dann irgendwann zum Essen kommt, isst am Ende mehr als er müsste und erreicht genau das Gegenteil von Vernünftig.

Jetzt mal zum Thema ungesund: Die Polizeiwache ist dafür bekannt, dass immer was zu naschen in der Küche oder im Aufenthaltsraum steht. Ob es nun mitgebrachter Kuchen, eine „Schnuckerkiste“ (so hieß sie bei uns) oder jemand von den Kollegen eine Freude mit Süßigkeiten machen wollte. Meine Meinung dazu, bedient euch, aber ich Maßen! Man kommt eh nie ganz drum rum und irgendwann nervt es auch immer zu verzichten. Es kommt auf die Menge an, ein Stück Kuchen und ein paar Gummibärchen mal hier mal da bringen keinen um. In der heutigen Zeit nehmen wir ohnehin viel zu viel Zucker durch andere Lebensmittel zu uns. Dann doch lieber da drauf achten, die Cola und den Döner weglassen, schon schmeckt so ein Stück Kuchen gleich viel besser.

Apfel und Burger

Zum Abschluss, die Nachtschicht. Für jeden nicht ganz einfach. Meine Strategie, mit der ich bisher gut gefahren bin. So spät es geht Abend essen, und zwar vernünftig. Mit einem Salat kommt man nicht durch die Nacht. Ein paar Scheiben Brot und Salat oder eine warme Mahlzeit dürfen es schon sein. Um zwei oder drei Uhr kommt bei mir immer ein kleiner Hunger. Hier hab ich dann ein kleinen Jogurt mit Haferflocken, Obst oder eine Scheibe Brot gegessen. Ganz ohne geht’s nicht.

Kaffee ist für mich nichts in der Nacht. Hier sollte aber jeder eh ab drei Uhr aufhören, sonst wird das nichts mit dem Einschlafen am nächsten Morgen.

Der absolute Killer ist das Brötchen am frühen Morgen kurz vor Schichtende. So lecker es riecht, wenn man beim Bäcker anhält. Das ist mit das ungesündeste was man machen kann, kurz vorm Schlafen gehen noch zu Frühstücken. Der Körper weiß gar nicht wohin mit den aufgenommenen Kalorien. Also Brötchen kaufen und sich darauf freuen, es nach dem Schlafen frühstücken zu können.

Wie der ein oder andere von euch jetzt vielleicht feststellt, wurden MC Donalds, Burger King, Döner und alle weiteren hier nicht erwähnt. Jeder weiß, dass sie ungesund sind, ob zur Tages oder Nachtzeit. Sie machen eigentlich kaum satt und der Körper kann damit nicht viel anfangen. Trotzdem wird man sie wohl nie aus dem Schichtdienst loswerden.

Aber meine Empfehlung ist, wenn es schnell gehen soll, dann holt euch Sushi to go, belegte Vollkornbrötchen oder nehmt euch Nudelsalate, Couscoussalat, Reispfannen oder Ähnliches mit. Im Notfall kann man das auch kalt schnell auf dem Streifenwagen essen.

Vernünftige Ernährung im Streifendienst ist nicht schwer, ein bisschen Vorplanung und Disziplin sind nötig, aber dann ist es alles halb so wild.

Zum Abschluss sei noch gesagt, ich bin weder Ernährungsexperte oder Food Blogger. Die Empfehlungen beruhen auf meinem Wissen und was für mich am besten passt. Jeder ist individuell und muss Dinge für sich abstimmen.

Die Uni davor und dazwischen gehört dazu. Ich muss zugeben, dass sich das Jahr etwas zog, aber ich konnte die Zeit auch genießen, weil wir die schlimmsten Klausuren bereits im ersten Studienjahr hinter uns gebracht haben. Natürlich ist die Wahrnehmung bei jedem unterschiedlich, aber meiner Meinung nach lässt sich das zweite Jahr gut meistern und im Nu steckt man schon im Studienjahr Nummer 3.

Profilbild von Anna